Luxor, Ägypten (MaDeRe). Verständlich daher der Jubel, wenn wieder ein Tag anbrach und neues Leben mit sich brachte. So wie auch heute, als die schnell aufsteigende Sonne den fruchtbaren Grünstreifen entlang dem Nil ausleuchtet bis an das unmittelbar angrenzende graubraune Wüsten-Niemandsland. Nun fällt ihr heller Strahl auch auf die beiden steinernen Memnon-Kolosse. Bis zu ihrer Renovierung, so weiß Ballonführer Mohammed bei ausgestrecktem Arm zu berichten, stimmten sie stets im warmen Hauch des Wüstenwindes ein unerklärliches Klagelied an, das allerdings nach ihrer Renovierung verstummte.

Vogelperspektive aus dem Heißluftballon. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel, Aufnahme: Theben-West, 3.12.2012

Mit Luftströmungen kennt Mohammed sich nur allzu gut aus. Und doch hat er mit Hilfe seiner Zugseile nur geringe Einflussmöglichkeiten auf die seitliche Fortbewegung des Ballons. Denn dessen Richtung kennt allein der Wind. Und der führt das Gefährt heute in federhafter Leichtigkeit hinüber zu dem Totentempel der Pharaonin Hatschepsut. Angelehnt an eine hohe Felswand strahlen seine in der Morgensonne leuchtenden Kolonnadenreihen aus weißem Kalkstein bedeutungsvoll herauf. Wie die parallelen Stäbe einer riesigen Schreibmaschine, dazu geeignet, die ruhmreichen Taten der einstigen Herrscherin präsent zu erhalten.

Fotoreportage

Siehe auch die Fotoreportage: Über Theben schweben von Dr. Bernd Kregel.

Reisehinweise

Siehe auch die Reisehinweise – Serie: Kunst- und Naturschätze in Ägypten (Teil 8/8) von Dr. Bernd Kregel.

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