São Salvador da Bahia de Todos os Santos – Serie: Rund um Südamerika (Teil 26/37)

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Ein Strand bei Salvador da Bahia, Brasilien. Quelle: Pixabay, Foto: DEZALB

Salvador de Bahia, Brasilien (MaDeRe). Nach so vielen Erlebnissen während einer Bootstour entlang der Halbinsel Búzios bliebt ein ganzer Tag der Erinnerung und Entsprannung auf See, bevor am 33. Tag die Küstenstadt São Salvador da Bahia de Todos os Santos (kurz: Salvador da Bahia, noch kürzer: Salvador) besucht wird.

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Kunterbunte alte Häuser in Salvador da Bahia, Brasilien. Quelle: Pixabay, Foto: soel84

Salvador ist die Hauptstadt des Bundesstaates Bahia und drittgrößte Stadt Brasiliens. Sie ist eine der ältesten und zweifellos schönsten Städte des Landes mit einer Atmosphäre, die geprägt ist von afrikanisch-brasilianischer Lebensart. Drei Jahrhunderte lang war Salvador der wichtigste Hafen für den Sklavenimport aus Westafrika. Die Nachfahren der damaligen Sklaven machen noch heute den Großteil der Stadtbevölkerung aus. Vom Hafen fährt man in die historische Oberstadt von Salvador, die mit der Unterstadt durch steile Hangstraßen und mehrere Aufzüge bzw. Seilbahnen verbunden ist. Am Hauptplatz, der Ausblick über die Allerheiligenbucht und den Lacerda Aufzug bietet, beginnt der Stadtrundgang durch „Pelourinho“, der barocken farbenfrohen Altstadt. Sie besuchen dabei die Klosterkirche San Franzisco, eines der schönsten und prächtigsten Gotteshäuser der Stadt, sowie die barocke Kathedrale. Der größte Teil der Altstadt ist restauriert und gilt als bedeutendstes Beispiel der Kolonialarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Lateinamerika. Sie wurde daher von der UNESCO zum Weltkulturdenkmal erklärt.

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Ein Leuchtturm in Salvador da Bahia, Brasilien. Quelle: Pixabay, Foto: DEZALB

Sehenswert auch Praia do Forte, ein brasilianischer Strandort im Bundesstaat Bahia, der ca. 80 km von Salvador de Bahia entfernt liegt. Der Ort zeichnet sich durch seine besondere Schönheit aus und ist einer der meistbesuchten Urlaubsdestinationen an der gesamten bahianischen Küste. Es gibt eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit Hotels, Pensionen und unzähligen Restaurants. Man fährt entlang der sogenannten „Kokosnuss-Straße“ Richtung Norden. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrzeit erreichen man Praia do Forte und besucht die Ruinen des Castelo Garcia D´Avila. Zu der einst mächtigen Burg gehörte auch eine Kapelle mit sechseckigem Grundriss. Die Ruinen liegen inmitten von Kokosplantagen auf einer rund 50 m über dem Meer gelegenen Anhöhe, von wo aus man einen kilometerweiten Blick über die Küste hat. Anschließend wird der kleine Fischerort mit dem dort ansässigen „Tamar Projekt“ besichtigt. Es handelt sich dabei um eine Schildkröten-Aufzuchtstation, die den Schutz und die Erforschung von Meeresschildkröten zum Ziel hat. Fünf der sieben weltweit bekannten Meeresschildkröten nutzen die über 5.000 Kilometer lange brasilianische Küste als Futter- und Brutplatz. Am Strand von Guarajuba kann man sich anschließend ein bisschen abkühlen, denn auch die See ist mit 28 Grad so gut wie badewannenwarm.

Tipps Salvador da Bahia

Historisches Salvador in der Oberstadt, auch „Pelourinho“ genannt: Der historische Teil von Salvador kann leicht zu Fuß besichtigt werden. Der wichtigste und sehenswerte Teil des Kolonialviertels von Salvador erstreckt sich von Praça Castro Alves entlang der Rua Chile und der Rua da Misercórdia zum Praça da Sé und zum Terreiro de Jesus, von dort weiter hinunter durch den Largo Pelourinho und wieder bergan zum Largo do Carmo.

Hier treffen Geschichte und Kultur der Stadt aufeinander. Dieses historische Zentrum wurde von der UNESCO zum kulturellen und humanitären Erbe erklärt, da es das größte architektonische Zusammenspiel der Barockzeit von ganz Amerika beherbergt. Dieses wird anhand von 600 restaurierten Bauten dargestellt.

Mercado Modelo: Der Mercado Modelo ist der größte kunsthandwerkliche Anlaufpunkt Salvadors und befindet sich in der Nähe des Hafens. Im Jahre 1861 als Zollgebäude errichtet, beherbergt er heute 259 Stände, in denen abgesehen von Süßigkeiten, Kompotten und hausgemachten Getränken jeglicher Art volkstümliche Konfektionen aus Leder, Stroh, Holz, Spitze, Steinen, Halbedelsteinen und Silber angeboten werden.

Fort und Farol da Barra: Das Fort wurde 34 Jahre nach der Entdeckung von Brasilien erbaut. Es diente zur Verteidigung und Bewachung der Allerheiligenbucht. Im Laufe der Zeit wurde das Fort immer wieder erweitert, so auch der Leuchtturm. Der Leuchtturm ist der erste des gesamten amerikanischen Kontinents. Erst im Übergang vom 17. zum 18. Jh. erhielt das Fort seine heutige Form: ein Stern mit vier Gesichtern und sechs Kanten.

Nautik-Museum: Das Museum befindet sich im Farol da Bahia. Es stellt Geschichten und Erinnerungen von Schiffswracks von der Küste von Bahia aus. Außerdem sehen Sie dort eine Sammlung von Instrumenten, die Seefahrer auch heute noch verwenden.

Souvenirs: Edelsteine (insbesondere Smaragde), Schmuck (vor allem Silber), brasilianische Musik (CDs), Musikinstrumente, Lederwaren, Hängematten und T-Shirts

Nach diesem Tag voller Ereignissen dient der 34. Tag der Reise der Erholung auf See.