Manta, Manta in Ecuador – Serie: Rund um Südamerika (Teil 8/37)

Manta, eine Hafenstadt am Atlantik in Ecuador. Quelle: Pixabay, Foto: Alejandro Miranda, BU: Stefan Pribnow

Manta, Ecuador (MaDeRe). Manta, die zweitgrößte Hafenstadt Ecuadors, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ihr Name leitet sich von der hier früher ansässigen, altindianischen Manta-Kultur ab, die schon vor über 1.000 Jahren in der Region ausgedehnte Stadtanlagen baute, künstlich bewässerte Terrassenfelder anlegte, regen Seehandel betrieb und für ihr Töpferhandwerk bekannt war.

Lohnend ist eine Busfahrt entlang der Küste mit schönen Stränden und beschaulichen Fischerdörfern zum etwa zwei Stunden entfernten Nationalpark Machalilla. Der einzige Küsten-Nationalpark Ecuadors wurde 1979 zum Schutz des etwa 50 km langen Meeresuferstreifens gegründet, in dem die einzigen Korallenformationen des Landes neben ursprünglichem tropischem Trocken- und Nebelwald liegen. Er wurde nach der indianischen Kultur benannt, die hier zwischen 1800 und 1500 vor Christi blühte. Sehenswert sind die landschaftlich reizvollen Buchten, Steilküsten und kilometerlangen Strände. Die Mangroven- sowie Küstenurwälder, Flusslandschaften und Inseln sind von hohem wissenschaftlichem Wert. Als einziger Lebensraum außerhalb der Galápagos-Inseln, beherbergt der Park den Galápagos-Albatros und daneben über 270 weitere Vogelarten, die im Meer ein reiches Futterangebot vorfinden. Er ist außerdem Heimat für Buckelwale, Leguane, Ameisenbären, Gürteltiere, Affen sowie für viele weitere gefährdete Säuger. Die tropische Trockenwald-Vegetation ist von den flaschenförmigen Ceibobäumen, die sich durch große Stacheln gegen Pflanzenfresser wehren, Feigen und Kakteen geprägt. Früher erstreckte sie sich entlang des größten Teils der Pazifikküste Mittel- und Südamerikas, ist heute aber fast vollständig verschwunden, weshalb die Flora hier nahezu einzigartig und schützenswert ist. Während einer eineinhalbstündigen Wanderung durch den insgesamt über 600 Hektar großen Nationalpark können Tier- und Pflanzenwelt erkundet werden. Danach wird am Strand „Los Frailes“ gehalten, sicherlich einer der schönsten der Pazifikküste Südamerikas, gelegen in einer kleinen, idyllischen Meeresbucht.

Tipps Manta

Montechristi: Montechristi ist die Produktionsstätte der Original-Panama-Hüte. Sie liegt 15 Minuten mit dem Taxi außerhalb von Manta. Für „Hut-Fans“ ein spannendes Erlebnis, das nicht verpasst werden sollte.

Tarqui – Meeresfrüchte Park: Im Tarqui – Meeresfrüchte-Park werden die Meeresfrüchte nach dem persönlichen Geschmack frisch zubereitet.

Leuchtturm von San Lorenzo: Am Leuchtturm von San Lorenzo findet man breite Strände mit einer hervorragenden Aussicht vom Leuchtturm, von dem man sogar die Silberinsel sehen kann.

Souvenirs: Holzschnitzereien, bemalte und lackierte Figuren aus Brotteig, bunte Kacheln, Wollteppiche, handgewebte Decken und andere Textilien, Körbe, Lederwaren und Shigras (Schultertaschen)