Zu den Kaiserbädern – Serie: Von Stralsund nach Stralsund mit MS Swiss Diamond (Teil 9/14)

Die berühmte Brücke vom Seebad Ahlbeck. © Foto/BU: Dr. Peer Schmidt-Walther, Aufnahme: Oktober 2021

Stralsund, Deutschland (MaDeRe). Weiter geht es über die 66 Kilometer lange Insel Usedom, nach Rügen Deutschlands zweitgrößte Insel und einziger Insel-Naturpark, zu ihren mittlerweile schon wieder mondänen Bädern an der Seeseite. Heringsdorf, Bansin, Ahlbeck und Zinnowitz – vor dem letzten Krieg auch die „Badewanne Berlins“ genannt, stehen natürlich auf dem Besuchsprogramm der Busausflügler obenan. „Bei gutem Wetter und der entsprechenden Sondergenehmigung könnte man vielleicht auch die Seebrücken ansteuern“, sieht ein Gast hoffnungsvoll mögliche neue See- und Seh-Ziele an der Zukunfts-Kimm.

Bereits im 19. Jahrhundert war Usedom wegen seiner 42 Kilometer langen und bis zu 700 Meter breiten feinsandigen Strände mit „Südseequalität“, Wälder, kleinen Seen und stiller Haff-Landschaft ein beliebtes Sommerziel, nicht nur der „besseren Gesellschaft“: wohlhabendes Bürgertum und Adel, die hier das Leben genossen. Auch den Sonnenschein, der heute noch mit 1900 Jahresstunden deutscher Spitzenreiter ist.

Heute ist es nicht wesentlich anders, wenn man an den wie an einer Perlenkette aufgereihten Villen in typischer „Bäderarchitektur“ vorbei promeniert. In einer davon, der Villa Staudt, traf Kaiser Wilhelm II. einst die Frau Konsulin, seine Geliebte, zum Tee, so wird augenzwinkernd geschmunzelt. Auch Österreichs Kaiser Franz Joseph zog es hierher. Damit war der Name „Kaiserbäder“ geprägt.

Die an Bord gebliebenen Passagiere lassen sich derweil dem Hafen des ehemaligen Residenzstädtchens der Herzöge von Pommern-Wolgast entgegenfahren. Wobei das „Blaue Wunder“ passiert wird, die Brücke nach Usedom.

Fotoreportage

Mehr Fotos in der Fotoreportage: Von Stralsund nach Stralsund mit MS Swiss Diamond von Dr. Peer Schmidt-Walther.

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