Kulturelles Erleben und unerwartete Erscheinungen auf der MS Nicko Vision

© 2020, Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Köln, Deutschland (MaDeRe). Eine Reise auf Rhein und Mosel bietet im Sommer vor allem kulturelles Erleben, aber auch unerwartete Erscheinungen. Nein, nicht Visionen von und mit der Loreley, dieser blonden Braut und deutschen Mutter und spätestens seit dem Roman von Clemens Brentano Zauberin oder Nixe mit Tiefgang auf diesem berühmten Felsen gegenüber von St. Goar, sind gemeint, sondern Rothäute, von denen später noch zu sprechen sein wird.

© 2020, Münzenberg Medien, Foto: Daniel Plock

Die Vision von Nicko Cruises, genauer der Nicko Cruises Flussreisen GmbH mit Sitz in Stuttgart, die vor allem als Flusskreuzfahrt-Anbieter in deutschen Landen bekannt ist, wurde 2018 erstmals auf große Fahrt geschickt. Die Rede ist von der MS Nicko Vision der Reederei Scylla AG mit Sitz in der Schweiz, die seit 1973 im Charter-Geschäft steckt und Geld auch in den Bau neuer und „innovativ“ bezeichneter Schiffe. Eines ist die „Nicko Vision“. Sie soll 135 m lang und 11,45 m breit sein, ihr Tiefgang laut Nicko Cruises 2,10 m betragen.

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In Nicko-Cruises-Pressemitteilungen wird von einem „innovativen Design und Konzept“ sowie einem „neuen Standard auf dem Fluss“ gesprochen. Nun, das ist arg übertrieben, aber die „großen Glasflächen“ sind gut und längst Standard. Die Linienführung ist, ja, man mag es „markant“ nennen, auf jeden Fall schnittig, schlank und rank, also klassisch. Dazu passt das Weiß, in dem das Außenschiff größtenteils gestrichen wurde. Auch das ist gute Kreuzfahrttradition. Die Farbe Rot am Rumpf fällt auf, das dunkle blau weniger. Blau, Rot und Weiß, das sind auf jeden Fall die Nicko-Cruises-Farben. In diesem Kolorit ist auch das Logo mit der Welle gehalten.

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Im Inneren finden nicht nur 220 Passagiere und 54 Besatzungsmitglieder Platz, sondern wegen der lichtdurchfluteten Räume vermutlich noch viele Gäste mehr. Jedenfalls wirkt alles geräumig statt beengt. Nicht nur die Lobby, die Lounge beziehungsweise der Panorama-Salon, die Restaurants auf dem Mittel- und Oberdeck, die Bar, nein, auch die Kabinen wirken größer als sie sind. Das dritte Restaurant auf dem Hauptdeck genannten Unterdeck verfügt über längliche Fenster im oberen Drittel. Auf dem Unterdeck befinden sich auch Kabinen für Passagiere sowie die Besatzung. Die Kabinen auf dem Mittel- und Oberdeck verfügen alle über einen französischen Balkon.

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Das Innere wirkt wirklich hell und offen, mit dem dominierenden Blau sogar im Sommer famos frisch. Fröhlich stimmt die Bar und der Bereich am Bug. Durch eine Drehtür gelangen Barbesucher nach draußen auf eine verglaste und somit windgeschützte Veranda im Bug. Weiter geht es an Steuer- und Backbord aufs Sonnendeck mit einer Hand voll Sonnensegel, Liegestühlen, Stühlen und Tischen, zwei großen Hängematten sowie Putting Green und Pool. Perfekt ist der auch für diejenigen, die frisch aus dem Fitnessraum, in dem Kardio-Geräten und Hanteln zur Verfügung stehen, oder aus dem Wellnessbereich mit Sauna (sowohl Infrarot- als auch finnische Sauna möglich) und Dampfbad kommen.

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Zu den Annehmlichkeiten an Bord gehören eine Bibliothek, ein Aufzug zwischen Haupt-, Mittel- und Oberdeck sowie kleiner Souvenir-Shop für alle, die das Kaufen von Klunkern auch auf Schiffen nicht lassen können. Vor allem Silber und also ein Metallic-Farbton in Grau sowie Weißgold machen sich gut auf Rot. Das werden Mann und Frau im Sommer schnell auf dem Sonnendeck. Deswegen gilt vor allem vor dem Besuch auf dem Sonnendeck: immer kräftig eincremen und zwar mit Sonnenschutz und Hut auf, nicht nur die Augen! Ansonsten führt zu viel Sonne auf den Kopf schnell zu einem Sonnenstich, ja, zu Visionen. Und „wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, wie Helmut Schmidt schon zu sagen wusste. Wenn es beim Bräunen anbrennt und also zu spät ist, dann hilft übrigens auch keine blonde Loreley mit Sonnencreme, Sonnenmilch und Sonnenspray. Außerdem gehört ein heißer Sommer doch zu einem coolen Schiff, oder?

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Weg von den unerwartete Erscheinungen und hin zu den kulturelle Erlebnisse, die auch an einem vorbeiziehen, vor allem an Back- und Steuerbord. Gut, dass der Kapitän die „Nicko Vision“ ab und an anhält und das Flusskreuzfahrtschiff festmachen lässt. Dann dürfen Gäste von Bord, dann sind kurze und auch längere Landgänge möglich. Gut geführte Landgänge, informative Besichtigungstouren und also allerlei Ausflüge werden von Nicko Cruises im Verlauf einer Reise angeboten wie auch Anschlussprogramme.

Kulinarische Erlebnisse werden für Gourmands morgens, mittags und abends an Bord geboten – und dazwischen auch. Damit sind nicht nur Kaffee und Kuchen gemeint, sondern auch kühle Cocktails. Vor allem dann, wenn kulinarische Flusskreuzfahrten auf dem Programm stehen, kommen Gourmets auf ihre Kosten. Für Besseresser werden vom Veranstalter Wein- und Genussreisen empfohlen.

Mehr über die MS Nicko Vision auf den Heimatseite von Nicko Cruises im Weltnetz.

Anmerkung:

Die Recherche wurde von der Nicko Cruises Schiffsreisen GmbH unterstützt.