Kuppel-Virtuosität – Serie: Flusskreuzfahrt durch das alte Russland (Teil 5/7)

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Kirillo Kloster am Siwerskoje See. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Kirillo Kloster, Russland (MaDeRe). Das Landschaftserlebnis nährt die Vorfreude auf das Kirillo Kloster am Siwerskoje See. Denn hier befindet sich eine der schönsten Ikonensammlungen, die die altrussische Kunst erschaffen hat. Selbst Zar Peter der Große gehörte einst zu den Pilgern. Allerdings kam er, wie es heißt, nicht ganz uneigennützig. Lag ihm doch vor allem daran, mit den hier tätigen Handwerkern und Künstlern in Kontakt zu kommen. Denn nur die Besten unter ihnen waren ihm gut genug, um den Ausbau „seiner“ Hauptstadt St. Petersburg an der Newamündung voranzutreiben.

Herbstliche Impression am Kirillo Kloster. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Mit dem Schleusen-Abstieg hinunter in den Onegasee ist nun fast auch der Großraum von St. Petersburg erreicht. Hier begegnet auf der kleinen Insel Kischi eine Holzbaukunst, die mit ihrer Kuppelvirtuosität über Karelien hinaus zu den bedeutendsten Baudenkmälern dieser Art in ganz Russland zählt. Höhepunkt der Anlage ist ein hölzernes Bauensemble von zwei Kirchen und einem Glockenturm. Verspielt heben sich die Silhouetten der 33 ineinander verschachtelten Kuppeln wie märchenhafte Silhouetten vor dem pergamentfarbigen Abendhimmel ab.

Ikonostase der Maria Schutz Kirche auf der Insel Kischi. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel