Hexen und Ritter – Serie: Lebensader Main zwischen Odenwald und Spessart (Teil 5/7)

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Der Autor Peer Schmidt-Walther (rechts) mit Ritter Dr. Jürgen auf der Henneburg. © Foto/BU: Dr. Peer Schmidt-Walther

Miltenberg, Deutschland (MaDeRe). Eine flache Alternative wäre die Radrundtour am Main entlang: vom ersten Haus am Platze, dem Hotel „Adler“ in Bürgstadt, nach Stadtprozelten. Dort geht´s hoch hinauf zur mächtigen Henneburg mit Führung durch den „echten“ Deutschordens-Ritter Jürgen, einen freundlichen Riesen mit Geographie-Doktortitel. Auf der anderen Seite geht´s über einen fantastischen Radweg wieder zurück. 40 Kilometer bei Schwierigkeitsgrad Null. Man muss auch keine Angst haben, dass einem der „Saft“ ausgeht, denn es gibt überall in der Region gut ausgeschilderte Ladestationen (s. Heft „E-Bike-Touren: Wald erfahren“, mit fünf Routen-Vorschlägen; www.walderfahren.de).Trainiert muss man für solche Strecken nicht sein. Umso mehr kann man die Flussaue, Tiere wie Ägyptische Enten, Grau- und Kanada-Gänse samt Bergpanorama genießen.

Kanadagänse auf den Auewiesen bei Freudenberg. © Foto/BU: Dr. Peer Schmidt-Walther

Im Mittelalter verlief neben dem Main eine wichtige Handelsstraße, was Miltenberg durch das Stapelrecht von Waren großen Reichtum bescherte. Die frühere Bedeutung der Stadt erkennt man am malerischen Ensemble prächtiger Fachwerkbauten wie dem Alten Marktplatz mit seinem achteckigen Brunnen – bekannt als “Schnatterloch“-, im historischen „Schwarzviertel“ mit seinen Baudenkmälern oder an der frisch restaurierten romantischen Mildenburg hoch über der Stadt. Der Bummel durch Gassen und Winkel gerät zur Entdeckungstour durch Gegenwart und Vergangenheit.