Ibiza, Spanien (MaDeRe). Die „World Voyager“ ist die Perle der Flotte von Nicko Cruises. Mit dem luxuriösen Expeditionsschiff begeben wir uns auf eine zwölftägige Reise rund um die iberische Halbinsel herum und schließlich hinaus in den Atlantik nach Madeira. Über 2 000 Seemeilen (rund 3 770 km) werden wir auf Atlantik und Mittelmeer sein, sieben Häfen anlaufen und faszinierende Ort besuchen. Mit Teil 5 und dem Stopp auf Ibiza drehen wir die Fahrrichtung wieder von Ost nach West.

Immer wieder hat man wunderschöne Ein- und Ausblicke. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Der Aufstieg hat sich gelohnt, wir überblicken Ibiza-Stadt. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Schlicht pittoresk, dieses Dalt Villa. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022

Für das Schiff ein Katzensprung und wir sind auf Ibiza. Den Vormittag von Tag 7 nutzen wir für Ibiza-Stadt. Wir liegen recht zentral, nutzen aber das Wassertaxi zur anderen Seite des Hafens – mehr aufgrund der charmanten Bootsfahrt als aufgrund von Bequemlichkeit. Im Katalanischen heißt die Insel „Eivissa“ und es wohnen etwas mehr als 150.000 Menschen auf ihr, rund ein Drittel davon in der Hauptstadt.

Die World Voyager im Hafen von Ibiza. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Der Blick vom Wassertaxi auf Dalt Villa. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Eine massive Straße führt hinauf zum Tor der Festung. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Im Inneren der Kathedrale. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Die Kathedrale auf dem Festungshügel. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022

Die Stadt wurde bereits im 7. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern gegründet. Zu ihren Spuren gehört unter anderem eine große Nekropole. Steigt man die quirligen Gassen hinauf, erreicht man die Altstadt – Dalt Villa – und ihre eindrucksvollen Wehrmauern, die sowohl das Stadtbild prägen, aber auch weithin sichtbar sind. Sie wurden unter der maurischen Herrschaft errichtet. Die Mauren gaben der Stadt den Namen Yabisa. Später, unter den aragonischen und spanischen Königen, wurde das Bollwerk ausgebaut. Seit 1999 ist die Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe. Spannend an Dalt Villa (spanisch für „obere Stadt“) sind die spannenden Ein- und Ausblicke. Man durchquert pittoreske Gassen und schaut an vielen Stellen hinaus und hinunter – mal auf den Hafen, mal auf die Nekropole und mal auf die Nachbarinsel Formentera.

Der Blick in Richtung Formentera. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Zauberhafte Gässchen und Straßencafés. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Das übliche Touri-Zubehör gibt es selbstverständlich auch. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Die hübsche Vara de Rey samt Statue des aus Ibiza stammenden Generals Joaquín Vara de Rey. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Wieder zurück auf Meereshöhe – im Hafen. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022

Auf dem „Gipfel“ des Festungsberges erreicht man zudem die Kathedrale mit der rotgefliesten Kuppel, die Kirche Santo Domingo aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist das letzte Gebäude eines Dominikanerklosters, das noch in der ursprünglichen Form erhalten ist. 31 Meter misst das Hauptschiff und es gibt fünf Kapellen an jeder Seite.

Die Kirche „Mare de Déu del Carme“ in Es Cubells. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Der Blick über die Küste von Es Cubells. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022

Nach unserer Besichtigung der Hauptstadt auf eigene Faust, folgt der Ausflug „Die geheimen Ecken Ibizas“. Die Busfahrt geht nach Westen über die Insel, zunächst nach Es Cubells. Der Ausblick ist zauberhaft und wir sehen die Kirche „Mare de Déu del Carme“ (Unsere liebe Frau auf dem Berge Karmel), die im 19. Jahrhundert aus der Einsiedelei des Karmeliten Francisco Palau y Quer entstand.

Die berühmte Bucht von Cala d’Hort. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Die Felsen vor Cala d’Hort, Es Vedrà, sollen das Vorbild für Michael Endes „Lummerland“ sein. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022

Weiter geht es nach Cala d’Hort respektive auf die Klippen darüber. Wir blicken auf einen schmalen Sandstrand sowie die mysteriöse Felseninsel Es Vedrà, die nur einige hundert Meter vom Ufer entfernt, steil aus dem Wasser ragt. Um diese Insel ranken sich mehrere Legenden. Offenbar ist sie das Vorbild für Lummerland, der Insel mit zwei Bergen, aus Michael Endes „Jim Knopf“. Zudem ziert die Insel das Musikalbums „Voyager“ von Mike Oldfield.

Auf der Aloe Vera-Farm von Ibizaloe. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Aloe Vera sind beeindruckende Pflanzen. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022

Letzte Station unseres Ausflugs ist die Firma „Ibizaloe“, die auf ihren Plantagen Aloe Vera anbaut und Naturkosmetik herstellt. Dass es keine kaffeefahrtartige Veranstaltung ist, verdanken wir der charmanten Ausführung der Mitarbeiterin, die den Besuch mit viel Fachwissen interessant gestaltet. Nach reichlich Ibiza durchs Busfenster und dem Besuch von nicht ganz so geheimen Ecken, wie versprochen, erreichen wir wieder die Word Voyager.

Zurück im Hafen haben wir einen einen spannenden Größenvergleich – von links: Fährschiff, World Voyager, Jewel of the Seas, MSC Seaside. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Abendstimmung mit Sechs-Gang-Menü. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 05.10.2022
Den Tag auf See nutzen wir unter anderem für eine Führung – Kapitän Yiannis Tsounakos zeigt uns die Brücke. © Foto/BU: Daniel M. Grafberger, Aufnahme: Ibiza/Spanien, 06.10.2022

Noch bis in die Nacht hinein liegen wir im Hafen. Die Nacht, ein Tag und wieder eine Nacht auf See dienen der Entspannung. 359 Seemeilen später machen wir morgens in Malaga fest. Die Kreuzfahrt geht weiter.

Anmerkung:

Siehe auch die Beiträge

im MaDeRe.

Vorheriger Artikel„Entdecke“ etwas „Europa mit dem Zug“
Nächster ArtikelWaldlandschaften in Europa – Zum Bildband „In 225 Reisen durch Europas Wälder“
Daniel M. Grafberger
Daniel M. Grafberger ist zu Hause in Ulm, um Ulm und um Ulm herum. Er ist Redaktionsleiter eines Ulmer Verlags und freiberuflicher Fotograf. Zu seinen Leidenschaften gehören Reisen, Kochen, Gastronomie und Kultur. Zu seinen Lieblingsreisezielen gehören Skandinavien, Südtirol und alle Destinationen, die man auf Kreuzfahrtschiffen (vor allem auf dem Fluss) erreichen kann.