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Ich bin Brescia

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Brescia, Italien (MaDeRe). Das Video über Brescia ist beachtenswert und die Stadt, die Deutsche einst auch Wälsch-Brixen nannten, ist besuchenswert, stellt sie doch das größte städtisch-archäologische Gebiet im Norden der Apeninnenhalbinsel. Nördlich der Apenninen und südlich der Alpen lebten einst am Oglio, dessen Wasser in den Po fließen, mit den Cenomanen ein keltisch-gallischer Volksstamm, der sich 225 vor unserer Zeitrechnung (n. u. Z.) Rom unterwarf.

In Brescia ist nicht nur das antike Brixia zu bestaunen, sondern auch die Zeichen der Zeit der Langobarden und Karolinger sind zu beachten.

Das alles war Jahre lang bekannt, wurde allerdings erst im frühen neunzehnten Jahrhundert wiederentdeckt und kann mittlerweile in seiner ursprünglichen Pracht und mit Unterstützung virtueller Wirklichkeiten bewundert werden.

„Der archäologische Bereich des Forum Romanum und der klösterliche Komplex von San Salvatore-Santa Giulia“ zählen, wie Wikipedia verrät, „zu einer Gruppe von Gebäudeensembles, die unter dem Titel „Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. u. Z.) im Juni 2011 auf die Liste des UNESCO-Welterbes gesetzt wurden“.

Besucht werden sollten das republikanische Heiligtum (1. Jahrhunderts v. Chr.), der kapitolinische Tempel (1. Jahrhundert), das römische Theater (1. Jahrhundert), der Domus dell’Ortaglia (1. Jahrhundert), die Basilika San Salvatore (8. Jahrhundert), die Kirche Santa Maria in Solario (12. Jahrhundert), das Nonnenchor (16. Jahrhundert), die Kirche Santa Giulia (16. Jahrhundert) und der Palazzo Maggi Gambara (16. Jahrhundert). Allesamt stehen sie auf der Welterbeliste der UNESCO.

Brescia bietet also nicht nur Antike und Mittelalter, sondern Renaissance und Barock.

Und Brescia bietet mit seinem Umland für Besseresser Gutes. Seit 2017 gelten Stadt und Land in der Po-Ebene als Europäische Region der Gastronomie. Brescia ist bekannt für die Casonsei, die als regionale Ravioli-Variante vor allem Salami, Spinat, Eier, Maronen, Sultaninen, Käse, Petersilie und verschiedene Gewürze enthalten. Beim Anrichten werden sie traditionell mit einer Mischung aus Semmelbröseln, zerlassener Butter und Salbei bestrichen. Lecker.

Brescia ist wirklich einen Besuch wert. Und dann bin auch ich Brescia.

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